Ein Wochenende: Harry Liebling x Juwelier Huber x Munich Watch Circle | Teil 2
- munichwatchcircle
- vor 3 Tagen
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Zwei Häuser in Liechtenstein, eine Haltung
Ein gemeinsamer Start – Frühstück als Fundament
Bevor dieser Samstag überhaupt Richtung Uhren, Architektur oder Marken ging, begann er mit etwas viel Grundsätzlicherem: einem gemeinsamen Frühstück. Ruhig, offen, ohne Agenda. Genau dieser Start hat den Ton für alles Weitere gesetzt.
Man kam an, setzte sich dazu, griff zur Kaffeetasse – und war sofort im Gespräch. Die Themen entwickelten sich organisch. Uhren spielten eine Rolle, aber nie isoliert. Es ging um Erfahrungen, Perspektiven, Geschichten. Gespräche mit Tiefe, ohne Schwere.
Rückblickend war dieses Frühstück mehr als ein Auftakt. Es war das Fundament. Die Nähe, die hier entstanden ist, hat den gesamten Tag getragen – und erst möglich gemacht, dass die folgenden Eindrücke so wirken konnten.
Aufbruch nach Liechtenstein – ein gemeinsamer Perspektivwechsel
Nach dem Frühstück ging es gemeinsam im bereitgestellten Reisebus nach Liechtenstein. Auch dieser Weg war Teil des Konzepts. Niemand für sich, niemand isoliert – man blieb zusammen.
Die Stimmung während der Fahrt war ruhig und gelöst. Gespräche wurden weitergeführt, neue entstanden. Man wechselte Plätze, hörte zu, ließ den Blick nach draußen schweifen. Es fühlte sich nicht wie ein Transfer an, sondern wie ein Übergang – vom Ankommen zum gemeinsamen Erleben.
Diese Entschleunigung hat den Kopf geöffnet für das, was folgen sollte.
World of Watches von Juwelier Huber – Vielfalt als Haltung

Die World of Watches war der logische Einstieg in die Welt von Juwelier Huber. Schon beim Betreten wird klar, dass es hier nicht um eine einzelne Marke geht, sondern um bewusst kuratierte Vielfalt.
Der Raum ist offen, ruhig und klar strukturiert. Die Markenlandschaft spannt einen nachvollziehbaren Bogen: von Seiko und Hamilton über Cartier und Omega bis hin zu Tudor und Rolex. Diese Spannweite wirkt nicht beliebig, sondern durchdacht.
Was besonders überzeugt: Jede Marke wird ernst genommen. Keine Hierarchien, kein Statusdenken. Gespräche entstehen über Design, Technik und Geschichte – nicht über Preisschilder. Die World of Watches ist damit kein reines Verkaufshaus, sondern ein Ort, an dem Uhrenkultur zugänglich vermittelt wird.
Vintage Lounge – Authentizität, die man spürt
Die Vintage Lounge war für mich nicht nur ein Highlight dieses Tages, sondern ein Ort, an dem sich vieles verdichtet hat, was dieses Hobby ausmacht. Tief, ruhig und unglaublich stimmig.
Was diesen Raum so besonders macht, ist seine kompromisslose Authentizität. Nichts ist auf alt gemacht. Die Möbel sind nicht vintage-inspiriert, sie sind vintage. Jedes Sofa, jede Leuchte, jede Wanddekoration trägt Patina und Geschichte. Der Raum fühlt sich an wie ein Wohnzimmer aus einer anderen Zeit – nicht inszeniert, sondern gelebt.
Diese Umgebung verändert den Blick auf die Uhren. Man betrachtet sie ruhiger, aufmerksamer. Gespräche entstehen über Zifferblätter, Proportionen, Gebrauchsspuren. Über Leben.Die Auswahl reicht von außergewöhnlichen Stücken wie einer Handaufzugs-Sekonda bis hin zu absoluten High-End-Vintage-Uhren. Und dennoch spielt der Preis keine Rolle. Jede Uhr wird gleichwertig behandelt, jede Geschichte erzählt.
Besonders eindrücklich war die Präsenz der Menschen hinter den Uhren. Der Uhrmachermeister und Manuel aus der Geschäftsführung von Juwelier Huber waren jederzeit ansprechbar. Kein Verkaufsnarrativ, sondern Wissen, Zeit und ehrliche Einordnung.
Diese Lounge transportiert etwas, das selten geworden ist: Romantik ohne Kitsch. Nostalgie ohne Verklärung. Und eine Tiefe, die man nicht erklären muss – man spürt sie.
Mittagessen im Haus – Raum zum Setzen

Nach dieser Intensität war das gemeinsame Mittagessen im Haus genau der richtige nächste Schritt. Hausintern gekocht, gemeinsam gegessen, mit Blick über die Dächer der Stadt.
Die Gespräche wurden leiser, persönlicher. Man ließ Eindrücke sacken, ordnete sie ein. Diese Pause war entscheidend – sie schloss den Vormittag ab und öffnete den Raum für das nächste Kapitel.
Der weiße Würfel – Präzision, Raum und Konzentration
Der Wechsel in den weißen Würfel war bewusst hart – und genau darin lag seine Wirkung. Schon das Gebäude selbst ist ein architektonisches Statement: reduziert, hochkomplex konstruiert, fast skulptural.
Innen öffnet sich eine großzügige Boutique über zwei Ebenen, verbunden durch eine elegante Wendeltreppe. Alles wirkt ruhig, präzise und durchdacht. Trotz der Größe entsteht kein Gefühl von Distanz – man entschleunigt automatisch.
Die Marken bewegen sich auf absolutem High-End-Niveau: Cartier, Rolex, Jaeger-LeCoultre und Patek Philippe. Besonders stark sind die Rückzugsräume – individuelle Salons mit eigenen Farb- und Designwelten. Orte, an denen man sich Zeit nimmt.
Mein persönlicher Moment hier war die Begegnung mit Patek Philippe. Am Arm, im richtigen Raum, entfalten gerade die Kalenderkomplikationen eine Wirkung, die man vorher nur theoretisch kennt. Man beginnt zu verstehen.
Zwei Häuser – eine Haltung
Je länger ich über diesen Tag nachdenke, desto klarer wird: Die eigentliche Stärke liegt im Zusammenspiel der Häuser.Die World of Watches mit ihrer Offenheit und Vielfalt.Die Vintage Lounge mit Tiefe und Authentizität.Der weiße Würfel mit Ruhe, Reduktion und High-End-Fokus.
Unterschiedlicher könnten diese Welten kaum sein – und doch folgen sie derselben Haltung: Uhren werden hier nicht isoliert präsentiert, sondern eingebettet – in Räume, Gespräche und Zeit.
Abendessen & persönliches Fazit

Der Abschluss bei einem italienischen Restaurant mit der gesamten Gruppe hat diesen Tag perfekt abgerundet. Spätestens hier haben sich alle Grenzen aufgelöst. Die Communities haben sich vollständig vermischt – aus vielen Gesprächen wurde eine große Runde.
Ich liebe dieses Hobby. Und ich liebe die Menschen, mit denen ich es teilen darf. Es gibt kein Konkurrenzdenken, keine Rivalität. Die Uhrengemeinschaft ist klein, man kennt sich, man arbeitet zusammen.
Ich freue mich auf viele weitere Momente mit unseren Uhrenfreunden.
Diesen Beitrag schließe ich bewusst mit einem Zitat von Harry ab: „Zeit vergeht. Doch Erinnerungen bleiben.“
























































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