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  • AutorenbildSimon

Die letzte Kreation des Maestro, Gerald Charles Genta

Aktualisiert: 20. Juli


Gerald Genta ob seiner zahlreichen Kreationen in der Welt der Uhren auch bekannt als der Maestro zeichnet auch Verantwortung für die Maestro von Gerald Charles. Sowohl Marke als auch Modell sind nach seinem Gründer benannt worden. Die Maestro ist die letzte Kreation aus der Feder von Gerald Genta. Ich finde das ist Grund genug sich mit der Uhr näher zu beschäftigen.



Die erste Begegnung mit dieser Uhr war für mich ein Instagram Post am Arm von João Felix portugiesischer Fußballspieler von Atlético Madrid. Es kam Gerede auf, ein Grundrauschen. Mehr zufällig erblickte ich dann viele Monate später die gesamte Kollektion vor mir beim Besuch vom Juwelier Becker in Hamburg.

Was sofort auffällt bei der Uhr ist das Gehäuse. Es sieht aus wie aus einem Guss und wirkt auf mich wie ein opulenter Bilderrahmen. Ein Rahmen der das richtige Bild tragen muss. Schnell war mir klar, die Standardmodelle sind mir zu schlicht. Spannende Zifferblätter wie die Tennis Plätze Gras und Court oder auch das Meteorit Blatt, welches es exklusiv bei Seddiqi in Dubai in auf 20 Exemplare limitierter Variante gab, oder die skelettierte Version schaffen die nötige Besonderheit, um diesem Gehäuse gerecht zu werden.

Es strahlt eine, wie ich finde extravagant prachtvolle Anmutung aus. Durch die perfekte Politur ergibt sich eine spektakuläre Ausstrahlung. Die 2 Stufen wirken, wie 8 Ebenen, die das Licht ganz unterschiedlich, aber doch gleichmäßig brechen. Die Lichtreflektionen die sich hieraus ergeben sind spektakulär.


Ich erfuhr, dass das Gehäuse inspiriert, ist von Kirchenfassaden des italienischen Barocks. Mit Architektur und Stilrichtungen kenne ich mich wenig aus. Kann ich nur sagen, dass mir Bauhaus zu schlicht und einfach wirkt. Vom Porzellan der Berliner KPM weiß ich, am besten gefällt mir der Stil des Klassizismus. Aufwändige Details, feine Schnörkel aber auch die Gradlinigkeit sind es die mich begeistern. Doch zurück zur Uhr.


Lächelnde 6


Als Nächstes fällt eine weitere Besonderheit ins Auge. Das Lächeln auf 6 Uhr. Diese speziell herausgearbeitete Struktur unterstreicht den außergewöhnlichen Look auf beeindruckender Weise. Ursprünglich war an dieser Stelle der Tourbillon eingesetzt. Dennoch fragt man sich wieso macht man sowas? Die lächelnde 6 hat gleich mehrere Bedeutungen. Zum einen strahlt sie Freundlichkeit aus. Zum anderen nimmt dies Bezug auf das architektonische Vorbild der Barock Kirchen Francesco Borrominis. Besonders raffiniert ist die Gehäusekonstruktion bestehend aus 35 Teilen. Hier eine Explosionszeichnung.


Quelle: Gerald Charles


Obwohl das Gehäuse aussieht, als wäre es ein Monoblock aus einem massiven Stück sind hier 18 Teile mit 17 Schrauben zusammengesetzt worden. Eine technische Leistung, die zeigt wie präzise hier gefertigt wird. Besonders cool finde ich, dass es gelungen ist ein geformtes Glas einzusetzen, die Uhr aber dennoch vollständig abdichten zu können.


Band und Schließe



Auch die Dornschließe ist wie ein Lächeln ausgeführt und spiegelt die Gehäuseform. Die Uhr liegt ergonomisch am Handgelenk, ist mit 39mm und lediglich 8,3mm flach fein ausgeführt und kommt an einem hypoallergenes und vulkanisiertes Kautschukband, das nach Vanille riecht. Das Band greift den Clou de Paris Riffelung auf, die sich auch auf der damit ausgeführten Krone wiederfindet. Diese Uhr lädt ein die Bänder zu wechseln. Aus meiner Sicht steht der Uhr ganz besonders Farbe. Aber es gibt auch klassische Farben wie grau, schwarz und ein dunkles braun für klassische Kleidung. Bei klassischer Kleidung würde ich jedoch eher zu Lederbändern greifen. Daher bin ich eher für ein blaues, rotes, gelbes, oranges, weißes oder grünes Kautschukband.

Die Bänder sind mit geschlossenem Federsteg montiert und an der Schließe beidseitig verschraubt. Das macht einen Wechsel ohne professionelles Werkzeug aktuell noch sehr umständlich.


Das Uhrwerk


GCA5482 ist mit einem anthrazitfarbenen NAC-Finish und anglierten Kanten versehen. Das Aufziehen der Uhr und das Stellen der Zeit erfolgt ohne Widerstand in der Krone flüssig und butterweich. Am Arm getragen rast der 22k Microgoldrotor, auf Keramikkugeln gelagert, wenn der Träger die Uhr zum Gesicht dreht. Das Werk erträgt Stöße bis 5G, ohne an Genauigkeit abzubauen und erfüllt die Kriterien der Qualité Fleurier.

Gefertigt wird dieses Werk exklusiv für Gerald Charles von niemand anderem als Vaucher Fleurier. Vaucher baut Werke z. B. für Richard Mille und Audemars Piguet auf höchstem Niveau. Geführt wird Vaucher in der Sandoz Familienstiftung und ist somit unabhängig von großen Konzernen. Gleiches gilt für Gerald Charles. Die Marke ist im Familienbesitz der italienischen Industriellenfamilie Ziviani.


Verantwortlich für die jüngere Entwicklung zeichnet Octavio Garcia, Ehemaliger Designer bei Omega und Kreativdirektor von AP.


Das Werk für die Maestro 8.0 Squellete wird maximal 100-mal im Jahr gefertigt. Dies teilt sich auf in 50 für die Stahl und jeweils 25 für die Titan und Gold Variante.


Quelle: Gerald Charles


Der Kauf


Mit großer Spontanität und dieser o.g. Geschichte im Gepäck habe ich die Uhr direkt erworben. Es war also spontane Begeisterung. Sie trägt sich bestechend gut, ist aufregend und mit verschiedenen Bandfarben sehr vielseitig kombinierbar. Einzig das der Bandwechsel nur für Profis ist und nicht mal eben schnell gemacht ist, ist noch ein echtes Manko. Beim Kauf habe ich an Bänderwechsel gar nicht gedacht. Das schwarze für den Herbst/Winter und das hellblaue im Frühjahr/Sommer. Doch später erhielt ich noch ein grünes und rotes Band dazu. Plötzlich wollte ich öfters wechseln. Der Uhr steht eindeutig Farbe gut zu Gesicht.


Die neue Faltschließe


Wie schon erwähnt ist die montierte Dornschließe suboptimal geeignet für häufiges Bänderwechseln. Doch nun schafft die neue Faltschließe Abhilfe. Die ist so konzipiert, dass ein einfaches Federstegbesteck ausreicht und in windeseile lässt sich das Band wechseln. Daher habe ich nun auch erstmals das rote Band montiert und bin begeistert. Neu sind auch die Bandfarben gelb und orange.



Fazit


Die Politur, das Werk und die großartigen Bänder sind für mich die Highlights der Uhr. Im Alltag geht die Uhr optisch wie technisch zu allem. Stoßsicher bis 5G und wasserdicht bis 100m. Damit wird Radfahrern oder Schwimmen problemlos, das alles in dieser Eleganz und in gerade mal 8,35mm Bauhöhe.


Doch nun bin ich gespannt zu lesen, was Ihr über die Uhr denkt und ob Ihr schon die Gelegenheit hattet euch die Uhr anzusehen? Vielleicht konnte ich euch ja inspirieren dies zu tun und empfehle euch an dieser Stelle einen Besuch bei Jan Giercke vom Juwelier Becker in Hamburg.



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